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Resilienz AGOffene Arbeitsgruppe

Die Resilienz AG

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Hintergrund

Nächster TerminSo., 13. Sept.

Hintergrund

Die Säulen der Resilienz

Die sieben Säulen

Wer sich mit Resilienz beschäftigt, kommt um die "sieben Säulen der Resilienz" nicht herum. Sie sind das mit Abstand gängigste Modell, stehen in den meisten Selbsthilfebüchern und in fast jedem Training. Genannt werden meistens Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientierung, die Opferrolle verlassen, Verantwortung übernehmen, Netzwerkorientierung und Zukunftsplanung.

Die Reduktion auf sieben Säulen wirkt wie fundiertes Wissen. Tatsächlich ist es eine von vielen möglichen Kombinationen der Faktoren, die für Resilienz eine Rolle spielen. Die Sieben funktioniert in Magazinartikeln und auf Buchtiteln am besten. Wer aber gerne auswendig lernt und Wissen in feste Schubladen steckt, wird es mit den verschiedenen Konzepten eher schwer haben.

Woher die Säulen kommen

Zuerst erschien in den USA das Buch "The Resilience Factor" von Karen Reivich und Andrew Shatté mit sieben Punkten, nämlich Emotionsregulation, Impulskontrolle, Kausalanalyse, realistischer Optimismus, Empathie, Selbstwirksamkeit und Initiative. Wenige Jahre später machte die Psychologin Ursula Nuber das Thema im deutschsprachigen Raum bekannt. Sie entwickelte für ihren Artikel "Resilienz. Immun gegen das Schicksal?" in der Zeitschrift Psychologie Heute eigene sieben Säulen.

In beiden Fällen ging es nicht darum, einen Forschungsstand akkribisch abzubilden, sondern ein unübersichtliches Feld für ein breites Publikum zugänglich zu machen. Durchaus nachvollziehbar, denn wer über Resilienz schreiben will, muss aus hunderten Einzelbefunden etwas machen, das sich merken lässt. Nur entsteht dabei der Eindruck von feststehenden Bausteinen, und den erfüllen die Säulen aus meiner Sicht nur bedingt.

Warum jede Quelle etwas anderes schreibt

Neben den Säulen finden sich in der Literatur noch viele andere Konzepte. Fünf Ebenen, zehn Faktoren oder weitere Siebenerlisten. Der Grund liegt im Feld selbst. Seit den fünfziger Jahren haben mehrere Fachrichtungen aus eigener Perspektive an Resilienz gearbeitet, ohne dass daraus ein einheitliches Modell geworden wäre.

Entwicklungspsychologie, Stressforschung und Arbeitspsychologie stellen unterschiedliche Fragen und kommen deshalb zu unterschiedlichen Begriffen und Modellen. Eine universelle Komprimierung ist einfach nicht möglich.

Womit die Resilienz AG arbeitet

Die sieben Säulen legen nahe, dass jeder Faktor für sich steht. Tatsächlich wirken die meisten an mehreren Stellen gleichzeitig. Dazu kommt, dass sehr Verschiedenes nebeneinander in derselben Liste steht. Eine Denkgewohnheit, eine erlernbare Fertigkeit und ein Lebensumstand gehören zwar alle zur Resilienz, man arbeitet an ihnen aber auf ganz unterschiedliche Weise.

Für die Termine der Arbeitsgruppe fiel die Entscheidung deshalb gegen die Säulen. Die relevantesten Schutzfaktoren sind stattdessen in vier Perspektiven aufgeteilt, nämlich Haltung, Kompetenz, Ressourcen und Handeln. Wer die sieben Säulen kennt, findet vieles davon wieder, nur unter anderen Namen und anders sortiert.

Weiter geht es bei den Schutzfaktoren.