Im Laufe unseres Lebens entwickeln wir Überzeugungen darüber, wie wir sind und wie die Welt ist. Manche verinnerlichen wir so sehr, dass sie unbewusst unsere Haltung bestimmen. "Wenn ich Nein sage, sind alle enttäuscht.", "Ich muss mich anstrengen, sonst reicht es nicht." Wie sehr solche Glaubenssätze unsere Entscheidungen beeinflussen und Stress erzeugen, fällt uns im Alltag selten auf.
Welche Entscheidungen liegen bei mir, und welche nicht? Wenn wir den eigenen Einfluss zu klein sehen, warten wir auf Veränderungen von außen. "Die Familie muss doch merken, dass mir der Haushalt zu viel wird." Sehen wir ihn zu groß, übernehmen wir Verantwortung für Dinge, die wir nicht steuern können. "Wenn ich noch mehr Überstunden mache, wird das Projekt noch gerettet." In beiden Fällen hilft die Frage: Was kann ich selbst beitragen, und was liegt nicht bei mir?
Was kostet es uns, gegen etwas anzukämpfen, das sich nicht ändern lässt? Mehr Akzeptanz kann Energie freimachen, die bisher im Ärger gebunden ist. "Die Umstrukturierung hätte nie passieren dürfen.", "Dass die Freundschaft zu Ende ist, darf einfach nicht wahr sein." Wir müssen das Geschehene nicht gut finden. Aber wenn wir die Lage anerkennen, können wir uns damit beschäftigen, wie wir unter diesen Bedingungen weiterleben wollen.
Was machen Rückschläge mit uns? Zwischen dem, was passiert, und dem, was es in uns auslöst, liegt oft ein unbewusster Satz. Doch unsere Deutung lässt sich überprüfen. "Ich bin zu alt für die Branche." → "Für diese Stelle hat mein Profil nicht gepasst." Oder: "Ich bin ihm nicht wichtig." → "Dass er heute keine Zeit hat, sagt noch nichts über unsere Freundschaft." Ein einzelnes Ereignis muss kein Urteil über uns oder unsere Beziehungen sein.
Was erwarten wir von dem, was noch kommt? Ein gesunder Optimismus hilft uns, einen guten Ausgang für möglich zu halten und es überhaupt zu versuchen. "Die nehmen sowieso jemand anderen." → "Ich habe etwas zu bieten. Ich bewerbe mich." Oder: "In der neuen Stadt finde ich nie Anschluss." → "Es wird dauern, aber ich kann Menschen kennenlernen." Schwierigkeiten bleiben möglich. Doch unsere Erwartung entscheidet mit darüber, ob wir den nächsten Schritt wagen.
Einfluss
Manche Menschen rechnen damit, dass ihr Zutun etwas bewirkt. Andere rechnen damit, dass ohnehin anderswo entschieden wird, von Vorgesetzten, von Regeln, vom Schicksal.
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Akzeptanz
Es gibt Dinge, die sich nicht ändern lassen. Eine Entscheidung, die über uns hinweg getroffen wurde. Eine Person im Team, die bleibt, wie sie ist. Eine Lage, die noch Monate andauert, egal wie sehr wir darunter leiden.
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Deutung
Zwischen dem, was passiert, und dem, was es mit uns macht, liegt oft nur ein unbewusster Satz. Meistens hören wir ihn nicht, wir spüren ihn nur diffus.
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Optimismus
Was erwarten wir von dem, was noch kommt? Diese Erwartung entscheidet mit darüber, ob wir es überhaupt versuchen. Wer keinen guten Ausgang für möglich hält, spart sich den Versuch und behält am Ende recht.
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