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Resilienz AGOffene Arbeitsgruppe

Die Resilienz AG

Vier Perspektiven

Hintergrund

Nächster TerminSo., 13. Sept.

Haltung | Akzeptanz

Es gibt Dinge, die sich nicht ändern lassen. Eine Entscheidung, die über uns hinweg getroffen wurde. Eine Person im Team, die bleibt, wie sie ist. Eine Lage, die noch Monate andauert, egal wie sehr wir darunter leiden.

Akzeptieren heißt nicht gutheißen. Es heißt auch nicht resignieren. Es heißt aufhören, Energie in etwas zu stecken, das sich nicht bewegen lässt.

Das Schwierige ist oft gar nicht der Umstand selbst. Es ist der Ärger darüber, dass er so ist. "Das kann doch nicht wahr sein.", "Das ist ungerecht." Dieser Ärger kostet jeden Tag viel Energie und verursacht unnötig Stress, aber die Sache ändert sich davon nicht.

Wer aufhört, dagegen anzurennen, hat wieder Energie für das, was tatsächlich geändert werden kann.

Wie denke ich?

  • Was kann ich in meiner Situation akzeptieren und einfach hinnehmen, ohne dagegen anzukämpfen?
  • Was in der Situation kann ich nicht ändern, weil es nicht in meiner Macht liegt?
  • Kämpfe ich noch gegen etwas an, das längst entschieden ist?
  • Bedeutet Akzeptanz wirklich Resignation oder Zustimmung, oder spare ich damit einfach Energie?
  • Wie viel Energie kostet es mich, etwas nicht zu akzeptieren, und lohnt sich das überhaupt?

Übungen

Was ich vorerst stehen lasse

Nimm dir einen Umstand vor, gegen den du immer wieder erfolglos ankämpfst. Eine alltägliche Situation reicht, beruflich oder privat. Beschreib, was dich daran beschäftigt und was du bisher versucht hast, um sie zu verändern.

Du prüfst zunächst, was daran tatsächlich vorerst unveränderbar ist. Gibt es doch einen eigenen Handlungsspielraum, hältst du fest, was du konkret tun kannst. Für das, was bleibt, unterscheidest du die Belastung durch den Umstand vom zusätzlichen Energieaufwand durch deinen Widerstand dagegen. Am Ende hältst du fest, was du anerkennen musst und wie du unter diesen Bedingungen für dich sorgen möchtest.

Das Päckchen

Vielleicht weißt du aus Was ich vorerst stehen lasse, welcher Umstand vorerst bleibt, kommst gedanklich aber nicht davon los. Vielleicht beschäftigt dich auch ohne Vorarbeit etwas, das du gerade nicht lösen kannst.

Du beschreibst die Sache in wenigen Sätzen und stellst dir vor, sie in ein Päckchen zu legen und mit etwas Abstand abzustellen. Du prüfst, welcher Abstand sich passend anfühlt und wann du dich wieder damit beschäftigen möchtest. Am Ende hast du eine Möglichkeit ausprobiert, vorübergehend Abstand zu gewinnen. Die Sache muss dafür weder gelöst noch unwichtig geworden sein.

Was ich an mir nicht ändern kann

Vielleicht betrifft die Sache aus Das Päckchen eine eigene Eigenschaft oder Grenze, die du genauer ansehen möchtest. Vielleicht gibt es auch ohne Vorarbeit eine eigene Eigenschaft oder Grenze, mit der du regelmäßig haderst. Diese Vertiefung richtet den Blick auf deinen Umgang mit dir selbst.

Du beschreibst einen konkreten Punkt und prüfst, was daran veränderbar ist und was vorerst bleibt. Unsicherheit darf offenbleiben. Für eine Grenze, die du anerkennen möchtest, formulierst du einen Satz, der sie ohne Abwertung benennt. Am Ende hältst du fest, wie du im Alltag auf diese Grenze Rücksicht nehmen kannst.