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Resilienz AGOffene Arbeitsgruppe

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Nächster TerminSo., 13. Sept.

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Für dich, mit Zettel oder Textdatei

Ein Prompt führt dich durch die Übung

Eine Person liest vor, eine Person schreibt

Haltung | Einfluss

Ich muss vs. Ich entscheide mich dafür

Vielleicht ist dir in Wer entscheidet was ein Satz mit "Ich muss" aufgefallen. Vielleicht fällt dir auch ohne Vorarbeit etwas ein, das du jeden Tag tust, obwohl du es eigentlich nicht möchtest.

In dieser Übung sammelst du solche Sätze und formulierst drei davon mit "Ich entscheide mich dafür, weil ich ..." um. Du siehst dir an, warum du etwas tust, welche Folgen es hätte, es zu lassen, und was du selbst entscheiden kannst. Zum Schluss schreibst du auf, was du in den nächsten zwei Wochen anders machen möchtest.

Ziel der Übung

Am Ende hast du drei Sätze mit "Ich muss" genauer angesehen. Du weißt zu jedem, was du selbst entscheidest und was dir vorgegeben ist. Zum Schluss formulierst du einen der Sätze neu und schreibst auf, was du in den nächsten zwei Wochen anders machen möchtest.

Dauer:20 Minuten

Dauer:

Vielleicht ist dir in Wer entscheidet was ein Satz mit "Ich muss" aufgefallen. Vielleicht fällt dir auch ohne Vorarbeit etwas ein, das du jeden Tag tust, obwohl du es eigentlich nicht möchtest.

In dieser Übung sammelst du solche Sätze und formulierst drei davon mit "Ich entscheide mich dafür, weil ich ..." um. Du siehst dir an, warum du etwas tust, welche Folgen es hätte, es zu lassen, und was du selbst entscheiden kannst. Zum Schluss schreibst du auf, was du in den nächsten zwei Wochen anders machen möchtest.

Ziel der Übung

Am Ende hast du drei Sätze mit "Ich muss" genauer angesehen. Du weißt zu jedem, was du selbst entscheidest und was dir vorgegeben ist. Zum Schluss formulierst du einen der Sätze neu und schreibst auf, was du in den nächsten zwei Wochen anders machen möchtest.

Schritt 1 Sätze sammeln

  1. Öffne ein leeres Textdokument und kopier dir die Vorlage hinein.

    Klicke hier:

  2. Beantworte die Frage: Was muss ich alles?

    Schreib alles auf, was dir einfällt. Im Beruf, in der Familie, im Freundeskreis, etc. Jede Zeile beginnt mit "Ich muss". Ca. 10 Sätze sind ein guter Umfang.

    Schreib die Sätze so auf, wie du sie im Alltag denkst oder sagst. Du brauchst sie noch nicht zu sortieren oder zu prüfen.

  3. Wähl aus deiner Liste die drei Sätze aus, die dich im Moment am meisten belasten, und trag sie an den drei Stellen in der Textvorlage ein.

Schritt 2 Die drei Sätze umformulieren

  1. Schreib jeden der drei Sätze so um, dass er mit "Ich entscheide mich dafür, ..." beginnt, und ergänze "weil ich ...".

    Überleg dabei, warum du es tust. Was ist dir daran wichtig? Was möchtest du erreichen oder vermeiden? Auch wenn jemand etwas von dir erwartet, kann es einen eigenen Grund geben. Zum Beispiel, dass du die Person nicht enttäuschen möchtest.

  2. Lies jeden neuen Satz einmal laut vor und beantworte jeweils die Frage: Passt der neue Satz für mich?

    Klingt er passend oder eher ungewohnt? Oder hast du das Gefühl, dass du dir die Sache gar nicht aussuchen kannst? Schreib zu jedem Satz kurz auf, was dir auffällt.

Schritt 3 Den eigenen Spielraum prüfen

  1. Beantworte für jeden der drei Sätze die Frage: Was passiert, wenn ich es nicht tue?

    Beschreib möglichst konkret, welche Folgen das hätte. Also zum Beispiel, dass eine Aufgabe bis zum nächsten Tag liegen bleibt oder jemand enttäuscht ist.

  2. Beantworte jeweils die Frage: Was davon trifft auf meinen Satz zu?

    Eine eigene Entscheidung. Du könntest es auch lassen, tust es aber aus einem bestimmten Grund. Zum Beispiel, weil du die Folgen vermeiden möchtest.

    Ein tatsächlicher Zwang. Du musst dich an eine Vorgabe halten und hast dabei keinen eigenen Spielraum.

    Ein Zwang mit Spielraum. Was du tun musst, ist vorgegeben. Du kannst aber selbst entscheiden, wie, wann oder mit wem du es machst.

    Ordne jeden Satz einer der drei Möglichkeiten zu. Wenn du keinen Spielraum hast, kannst du den Satz mit "Ich muss" so stehen lassen.

Schritt 4 Eine Entscheidung treffen

  1. Beantworte die Frage: Welchen der drei Sätze nehme ich mir vor?

    Wähl einen Satz aus, bei dem du etwas selbst entscheiden kannst und etwas ändern möchtest.

  2. Beantworte die Frage: Wie möchte ich den Satz jetzt formulieren?

    Schreib auf, wofür du dich entscheidest und warum. Wenn ein Teil vorgegeben ist, nenn auch den. Zum Beispiel: "Der Dienstplan muss drei Wochen vorher fertig sein. Ich entscheide mich dafür, ihn im Büro zu machen, weil ich am Wochenende frei haben möchte."

  3. Beantworte die Frage: Was mache ich in den nächsten zwei Wochen anders?

    Eine konkrete Handlung reicht. Schreib sie so auf, dass du in zwei Wochen sagen kannst, ob du sie umgesetzt hast. Wenn möglich, mit einem Tag oder Anlass verbunden.

Hintergrund

Die Übung ist angelehnt an Albert Ellis und seine Unterscheidung zwischen Forderungen und Vorlieben. Aus "Ich möchte meine Arbeit gut machen" kann ein "Ich muss immer gute Arbeit leisten" werden. Damit wird aus einem Wunsch eine Erwartung an uns selbst, die wenig Platz für Fehler lässt.

Mit "Ich muss" beschreiben wir im Alltag ganz unterschiedliche Dinge. Manche sind tatsächlich vorgegeben. Andere tun wir, weil uns etwas wichtig ist oder weil wir bestimmte Folgen vermeiden möchten. Beim Umformulieren kannst du dir diese Gründe bewusst machen und prüfen, ob du weiterhin so entscheiden möchtest.

Dabei bleibt manches verpflichtend. Vielleicht kannst du aber beeinflussen, wann oder wie du es erledigst. Die Übung hilft dir, diesen Spielraum genauer anzusehen und eine konkrete Entscheidung für deinen Alltag zu treffen.