Übung alleine
Übung mit KI
Geführte Übung
Für dich, mit Zettel oder Textdatei
Ein Prompt führt dich durch die Übung
Eine Person liest vor, eine Person schreibt
Haltung | Einfluss
Wer entscheidet was
Vielleicht hast du in Was bei mir liegt bemerkt, dass in deiner Situation mehrere Menschen mitentscheiden, aber gar nicht so genau klar ist, wer was entscheidet. Vielleicht fällt dir auch ohne Vorarbeit eine Situation ein, in der niemand so genau sagen kann, wer eigentlich zuständig ist.
In dieser Übung schreibst du auf, welche Entscheidungen getroffen werden und wer sie jeweils trifft. So siehst du, wo du fremde Verantwortung mitträgst und wo du unnötig eigenen Spielraum abgibst. Am Ende nimmst du dir eine Entscheidung vor, schreibst auf, was du bisher tust und was das bewirkt, und hältst fest, wie du damit in den nächsten zwei Wochen anders umgehst.
Ziel der Übung
Am Ende steht vor dir, welche Entscheidungen in deiner Situation getroffen werden. Für zwei davon hast du zwei Zahlenreihen nebeneinander. Wer die Entscheidung trifft und wie viel Verantwortung sich jeder dafür fühlt, dich eingeschlossen. Daran siehst du, wo du mitträgst, was du nicht bewegst, und wo du liegen lässt, was du entscheiden könntest. Zum Schluss nimmst du dir eine der beiden Entscheidungen vor, siehst dir an, was du bisher tust und was das bei den anderen bewirkt, und legst fest, was du in den nächsten zwei Wochen anders machst.
Dauer:20 Minuten
Vielleicht hat dein Gegenüber in Was bei mir liegt bemerkt, dass in seiner Situation mehrere Menschen mitentscheiden, aber gar nicht so genau klar ist, wer was entscheidet. Vielleicht fällt ihm auch ohne Vorarbeit eine Situation ein, in der niemand so genau sagen kann, wer eigentlich zuständig ist.
In dieser Übung hilfst du dabei aufzuschreiben, welche Entscheidungen getroffen werden und wer sie jeweils trifft. So sieht dein Gegenüber, wo es fremde Verantwortung mitträgt und wo es unnötig eigenen Spielraum abgibt. Am Ende nimmt es sich eine Entscheidung vor, sagt, was es bisher tut und was das bewirkt, und hält fest, wie es damit in den nächsten zwei Wochen anders umgeht.
Ziel der Übung
Am Ende hat dein Gegenüber vor sich, welche Entscheidungen in seiner Situation getroffen werden. Für zwei davon liegen zwei Zahlenreihen nebeneinander. Wer die Entscheidung trifft und wie viel Verantwortung dein Gegenüber bei jedem wahrnimmt, sich selbst eingeschlossen. Zum Schluss nimmt es sich eine der beiden Entscheidungen vor, sieht sich an, was es bisher tut und was das bei den anderen bewirkt, und legt fest, was es in den nächsten zwei Wochen anders macht.
Dauer:10 Minuten je Person
Vielleicht hast du in Was bei mir liegt bemerkt, dass in deiner Situation mehrere Menschen mitentscheiden, aber gar nicht so genau klar ist, wer was entscheidet. Vielleicht fällt dir auch ohne Vorarbeit eine Situation ein, in der niemand so genau sagen kann, wer eigentlich zuständig ist.
In dieser Übung schreibst du auf, welche Entscheidungen getroffen werden und wer sie jeweils trifft. So siehst du, wo du fremde Verantwortung mitträgst und wo du unnötig eigenen Spielraum abgibst. Am Ende nimmst du dir eine Entscheidung vor, schreibst auf, was du bisher tust und was das bewirkt, und hältst fest, wie du damit in den nächsten zwei Wochen anders umgehst.
Ziel der Übung
Am Ende steht vor dir, welche Entscheidungen in deiner Situation getroffen werden. Für zwei davon hast du zwei Zahlenreihen nebeneinander. Wer die Entscheidung trifft und wie viel Verantwortung sich jeder dafür fühlt, dich eingeschlossen. Daran siehst du, wo du mitträgst, was du nicht bewegst, und wo du liegen lässt, was du entscheiden könntest. Zum Schluss nimmst du dir eine der beiden Entscheidungen vor, siehst dir an, was du bisher tust und was das bei den anderen bewirkt, und legst fest, was du in den nächsten zwei Wochen anders machst.
Dauer:20 Minuten
Schritt 1 Den Ausschnitt wählen
Öffne ein leeres Textdokument und kopier dir die Vorlage hinein.
Klicke hier:
Beschreib in ein oder zwei Sätzen, worum es geht. Du kannst dafür die Situation aus der Übung Was bei mir liegt weiterverwenden.
Schreib darunter auf, wer beteiligt ist. Außer dir sollen höchstens zwei weitere Menschen vorkommen, und die nennst du beim Namen. Diese Namen brauchst du später in jeder Zeile, bei mehr Beteiligten wird die Übung unübersichtlich.
Schritt 2 Die Entscheidungen sammeln
Beantworte die Frage: Welche Entscheidungen werden in dieser Situation getroffen?
Nur die Entscheidungen, noch ohne Namen. Wer sie trifft, kommt erst im nächsten Schritt.
Jede Zeile beginnt mit Ob, Wann, Wie oder Wie oft. Also "Ob die Vertretung neu verteilt wird" oder "Wann ich abends gehe". Ca. 6 Zeilen sind ein guter Umfang.
Achte darauf, dass in jeder Zeile eine Entscheidung steht und kein Zustand.
"Die Stelle ist nicht besetzt" ist ein Zustand. "Ob die Stelle wieder besetzt wird" ist eine Entscheidung, und irgendwer trifft sie.
Wenn eine Zeile zwei Entscheidungen enthält, mach zwei Zeilen daraus.
Schritt 3 Zwei Entscheidungen einordnen
Wähl aus deiner Liste die zwei Entscheidungen aus, die dich am meisten beschäftigen, und trag sie an den beiden Stellen in der Textvorlage ein.
Trag darunter jeweils die Namen aus Schritt 1 ein, deine eigene Zeile zuletzt. In beiden Entscheidungen stehen dieselben Namen.
Beantworte für beide Entscheidungen die Frage: Wer hat bei dieser Entscheidung was zu sagen?
Gemeint ist, wer sie tatsächlich trifft, und nicht, wer sie treffen sollte.
Verteil danach 10 Punkte unter Trifft die Entscheidung auf die Beteiligten. Zusammen ergeben sie immer 10, also wie eine Art Prozentangabe. Hängt ein Teil an etwas, das keine Person ist, dann nimm eine Zeile Umstände dazu und gib ihr Punkte.
Beantworte für beide Entscheidungen die Frage: Wie viel Verantwortung nehme ich bei jedem wahr, mich eingeschlossen?
Gefragt ist, wie du es erlebst, und nicht, was in den anderen wirklich vorgeht. Das kannst du nicht wissen, und darum geht es hier auch nicht. Deine Wahrnehmung ist die Sache, um die es geht.
Entscheide für jeden Beteiligten auf einer Skala von 0 bis 10, wie verantwortlich er sich für diese Sache fühlt, und trag es unter Fühlt sich verantwortlich ein. Diese Zahlen müssen zusammen keine 10 ergeben. Es können sich ja auch alle stark verantwortlich fühlen oder niemand.
Schritt 4 Muster erkennen und den nächsten Schritt festlegen
Beantworte die Frage: Bei welcher der beiden Entscheidungen liegen meine eigenen Zahlen am weitesten auseinander?
Vergleiche nur deine eigene Zeile in den beiden Reihen. Die Entscheidung mit dem größeren Abstand nimmst du dir vor.
Wenig entscheiden und viel Verantwortung fühlen heißt, du trägst mit, was du nicht bewegst. Viel entscheiden und wenig Verantwortung fühlen heißt, du lässt liegen, was du entscheiden könntest.
Beantworte die Frage: Wie stehen die Zahlen der anderen dazu?
Ein oder zwei Sätze reichen. Oft steht bei jemand anderem genau die umgekehrte Kombination, und das erklärt einiges.
Beantworte die Frage: Was tue ich bisher in dieser Situation, oder was lasse ich aus?
Gefragt ist ein konkretes Verhalten von dir und keine Beschreibung der Lage. Also etwas, das du tust, sagst oder gerade nicht sagst.
Beantworte die Frage: Wie wirkt sich das auf die Entscheidung der anderen aus?
Gefragt ist, wie dein Verhalten das der anderen beeinflusst. Wird das Verhalten der anderen vielleicht von Signalen beeinflusst, die du sendest?
Beantworte die Frage: Was entscheide ich in den nächsten zwei Wochen anders?
Schreib es so auf, dass in zwei Wochen klar zu beantworten ist, ob du es getan hast. Etwas zu lassen zählt genauso wie etwas zu tun, und eine Zuständigkeit zu klären oder eine gemeinsame Absprache anzustoßen auch.
Schritt 1 Den Ausschnitt wählen
Bitte dein Gegenüber, ein leeres Textdokument zu öffnen und die Vorlage hinein zu kopieren.
Klicke hier:
Frag: "Um welche Situation geht es?" Ein oder zwei Sätze reichen. Die Situation aus der Übung Was bei mir liegt lässt sich weiterverwenden.
Frag: "Wer ist daran beteiligt?" Außer deinem Gegenüber sollen höchstens zwei weitere Menschen vorkommen, und die sollen beim Namen genannt werden. Diese Namen stehen später in jeder Zeile, bei mehr Beteiligten wird die Übung unübersichtlich.
Schritt 2 Die Entscheidungen sammeln
Stell die Frage: "Welche Entscheidungen werden in dieser Situation getroffen?"
Nur die Entscheidungen, noch ohne Namen. Wer sie trifft, kommt erst im nächsten Schritt. Schlag keine eigenen Entscheidungen vor, auch wenn dir welche einfallen.
Bitte um eine Zeile je Entscheidung, beginnend mit Ob, Wann, Wie oder Wie oft. Also "Ob die Vertretung neu verteilt wird" oder "Wann ich abends gehe". Ca. 6 Zeilen sind ein guter Umfang.
Achte darauf, dass in jeder Zeile eine Entscheidung steht und kein Zustand.
"Die Stelle ist nicht besetzt" ist ein Zustand. "Ob die Stelle wieder besetzt wird" ist eine Entscheidung, und irgendwer trifft sie. Hörst du einen Zustand, frag: "Und wer entscheidet darüber?"
Enthält eine Zeile zwei Entscheidungen, bitte um zwei Zeilen.
Schritt 3 Zwei Entscheidungen einordnen
Lass dir die zwei Entscheidungen nennen, die dein Gegenüber am meisten beschäftigen, und bitte darum, sie an den beiden Stellen in der Textvorlage einzutragen.
Bitte darum, darunter jeweils die Namen aus Schritt 1 einzutragen, die eigene Zeile zuletzt. In beiden Entscheidungen stehen dieselben Namen.
Frag zu beiden Entscheidungen: "Wer hat bei dieser Entscheidung was zu sagen?"
Gemeint ist, wer sie tatsächlich trifft, und nicht, wer sie treffen sollte.
Frag: "Und wenn du dafür 10 Punkte verteilst, wie viele bekommt wer?" Zusammen ergeben sie immer 10, also wie eine Art Prozentangabe. Hängt ein Teil an etwas, das keine Person ist, dann schlag eine Zeile Umstände vor, die auch Punkte bekommt.
Frag zu beiden Entscheidungen: "Wie viel Verantwortung nimmst du bei jedem wahr, dich eingeschlossen?"
Gefragt ist, wie dein Gegenüber es erlebt, und nicht, was in den anderen wirklich vorgeht. Das kann niemand wissen, und darum geht es hier auch nicht. Die Wahrnehmung deines Gegenübers ist die Sache, um die es geht.
Frag für jeden Beteiligten: "Und auf einer Skala von 0 bis 10, wie verantwortlich fühlt sich diese Person dafür?" Diese Zahlen müssen zusammen keine 10 ergeben. Es können sich ja auch alle stark verantwortlich fühlen oder niemand.
Schritt 4 Muster erkennen und den nächsten Schritt festlegen
Stell die Frage: "Bei welcher der beiden Entscheidungen liegen deine eigenen Zahlen am weitesten auseinander?"
Unterstütze dabei, nur die eigene Zeile in den beiden Reihen zu vergleichen. Die Entscheidung mit dem größeren Abstand wird vorgenommen.
Wenig entscheiden und viel Verantwortung fühlen heißt, dein Gegenüber trägt mit, was es nicht bewegt. Viel entscheiden und wenig Verantwortung fühlen heißt, es lässt liegen, was es entscheiden könnte. Behalte deine eigene Deutung für dich, auch wenn du eine siehst.
Frag: "Wie stehen die Zahlen der anderen dazu?"
Ein oder zwei Sätze reichen. Oft steht bei jemand anderem genau die umgekehrte Kombination, und das erklärt einiges.
Stell die Frage: "Was tust du bisher in dieser Situation, oder was lässt du aus?"
Gefragt ist ein konkretes Verhalten und keine Beschreibung der Lage. Also etwas, das dein Gegenüber tut, sagt oder gerade nicht sagt. Beschreibt es nur die Umstände, frag nach dem eigenen Verhalten darin.
Frag: "Wie wirkt sich das auf die Entscheidung der anderen aus?"
Gefragt ist, wie das Verhalten deines Gegenübers das der anderen beeinflusst. Wird das Verhalten der anderen vielleicht von Signalen beeinflusst, die dein Gegenüber sendet?
Stell die Frage: "Was entscheidest du in den nächsten zwei Wochen anders?"
Die Antwort soll so dastehen, dass in zwei Wochen klar zu beantworten ist, ob sie getan wurde. Etwas zu lassen zählt genauso wie etwas zu tun, und eine Zuständigkeit zu klären oder eine gemeinsame Absprache anzustoßen auch. Tauscht danach die Rollen.
So gehst du vor
- Wähle ein KI-Tool. Jedes Werkzeug, mit dem du dich schreibend unterhalten kannst, funktioniert. Wenn du noch keins hast, stehen unten ein paar Vorschläge.
- Kopiere den Prompt und schick ihn als erste Nachricht ab. Warte, bis die erste Frage zurückkommt.
- Antworte in deinen eigenen Worten. Du musst nichts vorbereiten und nichts schön formulieren. Wenn du nicht weiterweißt, schreib genau das und lass dir von der KI helfen.
Womit
- Ein europäischer Anbieter, zum Beispiel Vibe von Mistral aus Frankreich oder Lumo von Proton aus der Schweiz.
- Eines der bekannten Tools wie ChatGPT, Claude oder Gemini (falls du die eh schon nutzt).
Zum Datenschutz
Was du in ein KI-Tool schreibst, verlässt deinen Rechner und landet auf Servern im Ausland. In diesen Übungen geht es um persönliche Dinge, deshalb setze dich bitte mit dem Thema Datenschutz und Privatsphäre auseinander. Prüfe die Möglichkeiten, die Einstellungen möglichst so zu wählen, dass die Modelle nicht mit deinen Informationen trainiert werden.
Oder sieh von der Nutzung von KI-Tools ganz ab, wenn du dabei kein gutes Gefühl hast.
Hintergrund
Diese Übung ist inspiriert von Julius Rotters Konzept der Kontrollüberzeugung. Rotter hat 1966 beschrieben, dass wir eine allgemeine Erwartung darüber mitbringen, ob ein Ergebnis von unserem eigenen Handeln abhängt oder von Kräften außerhalb, also von anderen Menschen, vom Zufall, von den Umständen. Diese Erwartung wirkt wie eine Voreinstellung. Sie greift auch in Lagen, die wir nie geprüft haben.
Rotter hat neun Jahre später selbst darauf hingewiesen, dass sein Befund oft falsch gelesen wird. Viel eigenen Einfluss zu sehen ist nicht automatisch das Gesündere. Wer sich zuschreibt, was andere entscheiden, trägt eine Last, die nicht seine ist. Wer alles nach außen schiebt, gibt Spielraum ab, den er hat. Das sind zwei Fehleinschätzungen und nicht eine gute und eine schlechte Haltung.
Deshalb stehen hier zwei Reihen untereinander und nicht eine. Wer entscheidet und wer sich verantwortlich fühlt, sind zwei verschiedene Dinge, und im Alltag rutschen sie ineinander. Erst getrennt wird sichtbar, in welche Richtung die eigene Einschätzung danebenliegt.
Dass die 10 Punkte der ersten Reihe verteilt werden müssen, ist Absicht. Solange Einfluss unverteilt bleibt, lässt er sich im Ungefähren lassen. Wer sich selbst eine 2 gibt, muss die anderen 8 jemandem zuschreiben. Die zweite Reihe ist frei, weil sich mehrere Menschen gleichzeitig verantwortlich fühlen können und manchmal auch niemand.
Die zweite Reihe ist eine Wahrnehmung und kein Befund. Niemand weiß, wie verantwortlich ein anderer sich tatsächlich fühlt. Genau das ist hier aber der Gegenstand, denn wir handeln nach dem Bild, das wir uns von den anderen machen, und nicht nach ihrem Innenleben.
Die einzelne Zahl sagt dabei nichts. Eine hohe gefühlte Verantwortung ist weder gut noch schlecht, genauso wenig wie eine niedrige. Es zählt der Abstand zwischen den beiden Reihen.