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Resilienz AGOffene Arbeitsgruppe

Die Resilienz AG

Vier Perspektiven

Hintergrund

Nächster TerminSo., 13. Sept.

Haltung | Einfluss

Manche Menschen rechnen damit, dass ihr Zutun etwas bewirkt. Andere rechnen damit, dass ohnehin anderswo entschieden wird, von Vorgesetzten, von Regeln, vom Schicksal.

Zu wenig eigener Einfluss ist dabei nicht das einzige Problem. Wenn wir uns für etwas verantwortlich fühlen, das wir nicht steuern können, tragen wir eine Last, die gar nicht unsere ist. "Ich hätte das kommen sehen müssen.", "Wenn ich mich mehr angestrengt hätte, wäre es nicht passiert." Solche Sätze klingen nach eigener Verantwortung und sind doch nur unnötige Selbstüberforderung.

Es geht also nicht darum, den eigenen Einfluss möglichst groß zu sehen. Es geht darum, ihn richtig einzuschätzen.

Wie denke ich?

  • Was kann ich in meiner Situation aktiv beeinflussen?
  • Kann ich eigene Entscheidungen treffen, oder entscheidet jemand anderes über mich?
  • Trage ich wirklich Verantwortung für das, was passiert?
  • Sehe ich meinen Einfluss vielleicht größer, als er ist, und übernehme mehr Verantwortung als nötig?
  • Sehe ich meinen Einfluss vielleicht kleiner, als er ist, und versuche daher gar nicht, etwas zu ändern?

Übungen

Meine Rollen

In dieser Übung geht es um die Rollen, die du im Alltag ausfüllst. Du machst sie sichtbar und schaust dir zu jeder an, wie viel Energie dir in ihr bleibt, wie viel Freude sie dir bringt und wie viel du in ihr selbst entscheiden darfst. So siehst du, in welcher Rolle das Verhältnis nicht stimmt. Am Ende triffst du eine Entscheidung, die genau dieses Missverhältnis angeht, klein genug für die nächsten zwei Wochen.

Was bei mir liegt

Vielleicht hast du aus Meine Rollen schon eine Situation identifiziert, in der du unzufrieden oder gestresst bist. Vielleicht fällt dir auch ohne Vorarbeit eine Situation ein, in der du gerade nicht weiterkommst.

In dieser Übung zerlegst du diese Situation in einzelne Punkte und schreibst zu jedem auf, ob du ihn selbst ändern kannst oder nicht. Am Ende hast du zwei Listen vor dir, die klar trennen, für was sich Energieaufwand lohnt und für was nicht. Von der ersten nimmst du dir einen Punkt vor und legst fest, was du damit in den nächsten zwei Wochen tust.

Wer entscheidet was

Vielleicht hast du in Was bei mir liegt bemerkt, dass in deiner Situation mehrere Menschen mitentscheiden, aber gar nicht so genau klar ist, wer was entscheidet. Vielleicht fällt dir auch ohne Vorarbeit eine Situation ein, in der niemand so genau sagen kann, wer eigentlich zuständig ist.

In dieser Übung schreibst du auf, welche Entscheidungen getroffen werden und wer sie jeweils trifft. So siehst du, wo du fremde Verantwortung mitträgst und wo du unnötig eigenen Spielraum abgibst. Am Ende nimmst du dir eine Entscheidung vor, schreibst auf, was du bisher tust und was das bewirkt, und hältst fest, wie du damit in den nächsten zwei Wochen anders umgehst.

Ich muss vs. Ich entscheide mich dafür

Vielleicht ist dir in Wer entscheidet was ein Satz mit "Ich muss" aufgefallen. Vielleicht fällt dir auch ohne Vorarbeit etwas ein, das du jeden Tag tust, obwohl du es eigentlich nicht möchtest.

In dieser Übung sammelst du solche Sätze und formulierst drei davon mit "Ich entscheide mich dafür, weil ich ..." um. Du siehst dir an, warum du etwas tust, welche Folgen es hätte, es zu lassen, und was du selbst entscheiden kannst. Zum Schluss schreibst du auf, was du in den nächsten zwei Wochen anders machen möchtest.