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Resilienz AGOffene Arbeitsgruppe

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Vier Perspektiven

Hintergrund

Nächster TerminSo., 13. Sept.

Haltung | Optimismus

Was erwarten wir von dem, was noch kommt? Diese Erwartung entscheidet mit darüber, ob wir es überhaupt versuchen. Wer keinen guten Ausgang für möglich hält, spart sich den Versuch und behält am Ende recht.

Das Wort geht auf das lateinische "optimus" zurück, also auf das Beste. Wer optimistisch ist, will für das eigene Leben das Beste und hält es für erreichbar. Gemeint ist nicht, sich die Zukunft rosig zu reden oder davon auszugehen, dass alles ohne Anstrengung super wird.

Der Unterschied liegt weniger im Denken als im Verhalten. Wer etwas für erreichbar hält, geht ein Problem eher an, fragt eher jemanden um Hilfe und gibt später auf. Vor Rückschlägen schützt das nicht. Es macht einen Unterschied dabei, wieder aufzustehen.

Wie denke ich?

  • Wie erwarte ich, dass die Situation ausgeht?
  • Halte ich einen guten Ausgang für möglich, oder verzerrt eine negative Sicht mein Bild von der Lage?
  • Bringt es mir nicht mehr Durchhaltevermögen, wenn ich einen positiven Ausgang erwarte?
  • Halte ich mich selbst von etwas ab, weil ich davon ausgehe, dass es nichts bringt?
  • Erwarte ich vielleicht, dass sich alles von selbst regelt, und werde deshalb nicht aktiv?

Übungen

Meine Erwartung prüfen

Nimm dir etwas Bevorstehendes vor, bei dem du mit einem schlechten Ausgang rechnest. Ein Gespräch, eine Bewerbung oder eine neue Aufgabe reichen. Entscheidend ist, dass du eine konkrete Erwartung dazu benennen kannst.

Du schreibst auf, was du erwartest und worauf diese Erwartung beruht. Du betrachtest den befürchteten Ausgang, weitere mögliche Verläufe und das, was du im schwierigen Fall tun könntest. Am Ende hältst du deine begründete Erwartung fest und bestimmst, wann du sie mit dem tatsächlichen Verlauf vergleichst.

Einen Versuch wagen

Vielleicht zeigt sich in Meine Erwartung prüfen, dass du wegen eines befürchteten Ausgangs gar nicht erst handelst. Vielleicht gibt es auch ohne Vorarbeit etwas, das du mit "Das bringt sowieso nichts" aufschiebst.

Du wählst einen überschaubaren Versuch, notierst deine Vorhersage und legst fest, was du in den nächsten zwei Wochen ausprobieren möchtest. Danach hältst du fest, was tatsächlich passiert ist und was du daraus für einen nächsten Versuch lernst. Das Ergebnis darf deine Erwartung bestätigen, widerlegen oder offenlassen. Am Ende hast du eine konkrete Erfahrung statt nur einer Vermutung.

Drei gute Dinge

Vielleicht möchtest du nach Einen Versuch wagen auch wahrnehmen, was über diesen einzelnen Versuch hinaus im Alltag gelingt. Du kannst mit dieser ergänzenden Alltagsübung ebenso ohne Vorarbeit beginnen.

Du schreibst eine Woche lang abends drei Dinge auf, die gut gelaufen sind, und zu jedem, was dazu beigetragen hat. Kleine Begebenheiten zählen ebenso. Am Ende schaust du, welche hilfreichen Bedingungen oder eigenen Beiträge dir wiederholt begegnen und was du davon weiter pflegen möchtest.

Das beste mögliche Ich

Vielleicht hast du mit Drei gute Dinge gesammelt, was dir im Alltag guttut, und möchtest jetzt weiter nach vorn schauen. Vielleicht möchtest du auch ohne Vorarbeit erkunden, welche gute Entwicklung du dir für dein Leben vorstellen kannst. Diese Übung ist eine zusätzliche Möglichkeit.

Du beschreibst, wie dein Leben in einem Jahr aussehen könnte, wenn vieles gut verlaufen ist und du selbst dazu beigetragen hast. Danach wählst du etwas aus, das dir daran besonders wichtig ist. Am Ende hältst du einen Zukunftswunsch und einen eigenen Beitrag fest, mit dem du ihm näherkommen möchtest.